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Max Ernst macht Spaß - Fakten statt Legenden
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Max Ernst macht Spaß - Fakten statt Legenden
39,80 EUR
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Eine Textcollage von Günter Krüger
Dieter Klein, Fotografie
www.max-ernst-macht-spass.de
Nicht zum ersten Mal setzt sich Günter Krüger mit Max Ernst, DADA und dem Surrealismus auseinander. Die erste Publikation erschien 1983, weitere Untersuchungen folgten.
Die Eröffnung des Max Ernst Museums nimmt der Autor zum Anlass, ein Fazit seiner Forschungen zu ziehen.
Der Titel des neuen Buches, das er mit Dieter Klein, der auch alle Fotos beigesteuert hat, gemeinsam gestaltete, lautet - schön doppelbödig: MAX ERNST MACHT SPASS.
Das Buch mit dem Untertitel „Fakten statt Legenden“ ist eine reich bebilderte Textcollage, ergänzt durch etwa 50 Zitate und Zeugnisse von Zeitgenossen. Natürlich kommt auch Max Ernst selbst zu Wort, der übrigens viel bescheidener war, wenn es um die Bewertung seiner Arbeiten ging.
Der Autor erläutert die vielfältigen Techniken und Verfahrensweisen, die Max Ernst beim Bildermachen eingesetzt hat. Der Leser erhält auch eine Fülle von Informationen über die avantgardistischen Kunstströmungen des 20. Jahrhunderts, über die Motivationen der Künstler vor dem gesellschaftspolitischen Hintergrund.
Ohne Kenntnis des revolutionär gestimmten Zeitgeistes sind künstlerische Bewegungen wie DADA und Surrealismus nicht zu verstehen.
Max Ernst darf daher nicht aus dem Sinnzusammenhang seiner Zeitgenossenschaft herausgerissen werden.
Max Ernst: „UNSER EIFER ERSTREBTE DEN TOTALEN UMSTURZ.“ Krügers Textcollage fügt wieder zusammen, was zusammengehört.
Die DADAisten waren nicht zuletzt philosophische Spaßvögel und ideenreiche Satiriker. Sie wollten den deutschen Spießer auf die Schippe nehmen. Auch Max Ernst, der das Geflügelte Wort „Witz, Ironie und tiefere Bedeutung“ liebte, erfand für seine hintersinnig-humorvollen Bilder und Skulpturen witzige und ironische Titel. Spaßig sind auch die bronzenen „Zwei Gehilfen“, die vor das Brühler Rathaus spucken. Witzig war aus seiner Sicht auch die Skulpturengruppe „Lehrerkollegium einer Schule für Totschläger“, deren Phallus-Symbolik unübersehbar ist. Der DADAmax stieg auch schon mal aufs Schaukelpferd und steckte diesem den Zeigefinger in den Hintern (Max Ernst, Fotografische Porträts und Dokumente. Katalog und Plakat, Stadt Brühl 1991). Vermutlich wollte er auf gut rheinisch einen Fingerzeig geben:
„Ihr hatt üch janz fies an de Fott jeföhlt!“
(Da habt ihr euch aber ganz gewaltig getäuscht!).
Nicht stirnrunzelnd, sondern schmunzelnd sollte der Kunstfreund die Max Ernst-Werke betrachten. Tatsache ist, dass der DADAmax zu den nicht gerade häufigen Spaßmachern und Humoristen der deutschen Kunstgeschichte zählt. Merkwürdig genug, dass dies bisher kaum aufgefallen ist!
Günter Krüger:
Stadthistoriker, Buchautor, Zeichner und Ausstellungsmacher, leitet die von ihm geschaffene Brühler Museumsinsel. Umfangreiche Sammlungen zur Kulturgeschichte des Alltags. Grundlegende Beiträge zur Erforschung der Brühler Keramik.
„Ich darf wohl sagen, dass dieses Buch dank der Mitarbeit meines Freundes Dieter Klein in seiner grafischen Gestaltung ein ungewöhnlich schönes Werk geworden ist. Und natürlich gehören auch die Fotografien von Dieter Klein zum Besten, was auf dem heutigen technologischen Niveau geschaffen werden kann.
Besonders wichtig ist es mir, Dr. Jutta Becher zu danken, die nicht nur für die Endredaktion verantwortlich war. Mit ihr habe ich meine Gedanken und Texte diskutiert und ihre Anregungen und Kritik gern aufgenommen. Jutta Becher hat das Manuskript nach vielen Überarbeitungen immer wieder neu abgeschrieben.“
Ein Buch, auf seine Art völlig neu und wegweisend: Eine Textcollage in aufwändiger Gestaltung von besonders hohem ästhetischen Reiz.
Textcollage, 96 Seiten, Ganzleinen, Format 22,5 x 32 cm
ISBN
978-3-937907-02-4